Sanftes Aufwachen

Sanftes Aufwachen – Warum dies so wichtig ist und welche Möglichkeiten zur Unterstützung zur Verfügung stehen? Ein gesunder Schlaf ist wichtig, dies wird in unzähligen Beiträgen und von vielen Experten immer wieder bestätigt. Wieso allerdings ein sanftes Aufwachen genauso wichtig ist, wird kaum erwähnt. Ein gesundes und sanftes Aufwachen ist für unseren Körper von wichtiger Bedeutung, denn während der Aufwachphase finden Veränderungen in unserem Hormonhaushalt statt. Dies ist ein Prozess in unserem Körper, der einige Zeit benötigt. Für unseren weiteren Tagesablauf ist der Prozess enorm wichtig, denn er entscheidet ob wir mit genug Energie in den Tag starten oder tagsüber mit Müdigkeit und Antriebslosigkeit zu kämpfen haben. Leider wird der Einfluss eines sanften Aufwachens immer wieder unterschätzt.

Warum ist ein sanftes Aufwachen so wichtig

Die meisten Menschen werden jeden Morgen von einem schrecklichen Piepton aus dem Schlaf gerissen. Oft schrecken sie hoch, eilen ins Bad, danach kurz in die Küche und dann schnell aus dem Haus. Häufig ist die Zeit so knapp bemessen, dass der Morgen mit Stress bedingt. Bei einem solchen Ablauf hat unser Körper keine Chance die normalen Mechanismen in Gang zu setzen. Alles muss schnell passieren und nicht nur wir bemerken den Stress, sondern auch unser Körper. Dieser gibt die Folgen direkt an uns weiter, indem wir uns abgeschlagen, müde und kraftlos fühlen.

Was passiert in unserem Körper während der Aufwachphase

sanftes Aufwachen am MorgenSetzt abends die Dämmerung ein beginnt unser Körper automatisch das sogenannte Schlafhormon Melatonin zu bilden. Dies wird in dem Gehirnareal der Zirbeldrüse (Epiphyse) gebildet und ist ein Zwischenprodukt im Tryptophan-Stoffwechsel. Der Melatoninspiegel wird durch hell und dunkel beeinflusst. Bildet der Körper genügend Melatonin, steigt der Spiegel im Blut an und löst dadurch ein Müdikgeitsgefühl aus. Zeitgleich wird unser Stoffwechsel heruntergefahren. Im optimalen Fall senkt sich der Melatoninspiegel während der Aufwachphase wieder und unser körpereigenes und lebenswichtiges Hormon Cortisol beginnt zu steigen. Dieses Hormon ist für verschiedene Stoffwechselvorgänge in unserem Körper verantwortlich und sorgt letztendlich dafür unseren Stoffwechsel wieder in Gang zu bringen. Zusätzlich erhöht sich der Ausstoß von Serotonin, welches besser unter dem Begriff Glückshormon bekannt ist. Diese Hormone haben einen großen Einfluss auf unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und sind somit für ein sanftes Aufwachen unabdingbar. Natürlich gibt es noch eine Menge weiterer Hormone und Prozesse, die während des Aufwachprozesses eine Rolle spielen, jedoch möchte ich nicht zu weit ausholen.

Was wird unter sanftem Aufwachen verstanden

Wenn wir von sanftem Aufwachen schreiben, meinen wir damit, dass wir unserem Körper genug Zeit geben um die nötigen Umstellungen im Hormonhaushalt vorzunehmen. Ein ähnlich stressiges Szenario wie eingangs beschrieben ist da alles andere als hilfreich. Unser Körper ist es gewohnt auf Lichteinflüsse zu reagieren. Die Lichtstrahlen fallen auf unsere Netzhaut, die diese auch bei geschlossenen Augen aufnehmen kann und vermutlich über Pigmentzellen und Nerven in die Zirbeldrüse weiterleitet. Dort wird bei Lichteinfall die Produktion von Melatonin heruntergefahren. In dieser Phase werden vermehrt andere Hormone wie Cortisol ausgeschüttet, sodass der Aufwachprozess beginnt. Allerding brauchen diese ganzen Vorgänge Zeit. Genau diese Zeit fehlt meistens. Doch anstatt den Wecker auf die letzte Sekunde zustellen und dann aus dem Bett zu eilen, sollten wir vielmehr versuchen unseren Körper beim Aufwachen zu unterstützen.

Was kann man machen um ein gesundes und sanftes Aufwachen zu fördern

Den Aufwachprozess zu fördern funktioniert am besten, indem man einen Sonnenaufgang simuliert. Dies kann mit einer medizinischen Tageslichtlampe, die an eine Zeitschaltuhr gekoppelt ist geschehen. Eine bessere Alternative bietet jedoch ein Lichtwecker. Der Vorteil dieser Geräte ist, dass ein Sonnenaufgang sehr realitätsnah simuliert wird. Die meisten Lichtwecker verfügen über unterschiedliche Helligkeitsstufen und können so eingestellt werden, dass der Lichtwecker eine halbe Stunde vor dem Aufstehen langsam beginnt den Sonnenaufgang zu simulieren und seine Lichtintensität langsam steigert. Dies ermöglicht unserem Körper, sich auf das Aufwachen einzustellen und die nötigen Veränderungen im Hormonhaushalt vorzunehmen. Außerdem ist es bei vielen Lichtwecker Modellen möglich, einen angenehmen Weckton in Form von Naturgeräuschen auszuwählen. Diese Kombination aus Sonnenaufgang und entspanntem Weckton ist ein wichtiger Punkt wenn es um gesundes und sanftes Aufwachen geht.

Die Wirkung von Licht auf den menschlichen Körper, Antrieb und unsere Energie ist gut erforscht und wissenschaftlich bewiesen. Nicht ohne Grund wird bei saisonalen oder leichten Depressionen die Lichttherapie als Behandlungsmethode herangezogen. Es ist auch bewiesen, dass Wecker mit Sonnenaufgangsfunktion ein gesundes und sanftes Aufwachen unterstützen und sich dies positiv auf unserer Wohlbefinden und somit auf unseren Tagesablauf auswirkt.


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