Die Winterdepression (SAD) schlägt wieder zu – Durch die vielen Zugriffe auf meinen Seiten merke ich, dass wir uns in der dunklen Jahreszeit befinden. Jedes Jahr kann ich an meinen Besucherzahlen ablesen, wie viele Menschen unter der dunklen Jahreszeit leiden. Gerade in den Herbst- und Wintermonaten ist die Nachfrage nach Tageslichtlampen und Lichttherapiegeräten sehr hoch. Dies liegt zum einen daran, dass die Winterdepression – auch Winterblues genannt – jedes Jahr mehr Menschen zusetzt. Zum anderen weiß ich aus vielen Zusendungen von Betroffenen, dass sich die depressive Verstimmung und Depression in der dunklen Jahreszeit bei vielen Menschen verstärkt.

Welche Symptome treten bei einer Winterdepression auf

Die Winterdepression ist eine saisonale Depression, die – wie es der Name schon sagt – in der dunklen Jahreszeit auftritt. Folgende Symptome können bei einem Winterblues auftreten:

  • Antriebslosigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • depressive/gedrückte Stimmung
  • allgemeine Lustlosigkeit
  • Unzufriedenheit
  • negative Einstellung/Gedanken

Winterblues – Mehr Melatonin anstatt Serotonin

Winterdepression Tageslichtlampe Es wird vermutet, dass das Ungleichgewicht zwischen unserem Schlafhormon Melatonin und unserem Glückshormon Serotonin zu der Entstehung einer Winterdepression beiträgt. Gerade in der dunklen Jahreszeit wandelt unsere Zirbeldrüse wesentlich mehr Melatonin um. Der Neurotransmitter Serotonin wirkt hingegen belebend auf unseren Mechanismus. Doch leider wird in dunklen Monaten weniger Serotonin produziert. Es wird vermutet, dass dies zu einer Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus führt. Dies führt dazu, dass wir uns häufig antriebslos, müde und schlapp fühlen.

Was kann man in dunklen Monaten gegen die Winterdepression tun

Wie ich bereits geschrieben habe, ist die Lichttherapie eine sehr gute und vor allem gut erforschte Möglichkeit um die Symptome einer Winterdepression bzw. Winterblues abzuschwächen. Die Wirkung dieser Therapiemethode ist wissenschaftlich gut erforscht und bewiesen. Am besten nutzt man dafür eine Tageslichtlampe mit 10000 LUX. Wichtig bei der Anwendung der Lichttherapie ist, dass man diese regelmäßig und am besten morgens anwendet.

Es können aber auch noch andere Dinge zur Linderung einer Winterdepression beitragen. Zum Beispiel sollten sich Betroffene nicht die ganze Zeit im Haus aufhalten, sondern ausgiebige Spaziergänge mit einplanen. Ist dies aufgrund von Arbeitszeitregelungen schwer, sollte auf jeden Fall das Wochenende dafür genutzt werden, etwas Licht zu tanken und frische Luft aufzunehmen.

Eine andere Möglichkeit um die negativen Einflüsse einer Winterdepression zu mindern ist es Sport zu treiben. Damit meine ich nicht, dass man sofort in Wettkampfstimmung verfällt und sich komplett verausgabt, sondern sich bewegt um etwas für seine Gesundheit zu tun. Sport bringt unseren Hormonhaushalt in Gang und sorgt somit dafür, dass wir uns besser fühlen.

Sollte die Winterdepression sehr stark zuschlagen, ist es möglich diese mit Johanniskraut zu behandeln. Allerdings sollte dazu der Rat eines Mediziners eingeholt werden. Johanniskraut wirkt stimmungsaufhellend und kann somit die negative Stimmung und Antriebslosigkeit vertreiben. Frauen die sich für eine Einnahme von Johanniskraut entscheiden, sollten mit Ihrem Arzt absprechen ob es bei der Einnahme von Johanniskraut und der Antibabypille zu Problemen kommen kann.

Winterdepression und Antidepressiva

Ich kann und möchte eine Einnahme von Antidepressiva nicht beurteilen, allerdings denke ich, dass dies die letzte Möglichkeit sein sollte um die Symptome der Winterdepression zu lindern. Selbstverständlich ist eine Einnahme von Antidepressiva in sehr schweren Fällen zu rechtfertigen, doch würde ich vorher mit meinem Arzt andere Möglichkeiten oder Therapiemaßnahmen besprechen. Erst wenn die Lichttherapie und weitere Behandlungsmöglichkeiten versagen, sollte zu Antidepressiva gegriffen werden.

 

 


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